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Bernhard Seidel | ART & ECOLOGY – be activated by

18. Februar | 8:00 - 28. Februar | 17:00

Ökologie und Kunst  …“be activated by“

In der Konzeptkunst rund um „environmental art“ stehen meine Zeichen auf Schluss mit dem Fragen und den Versuchen ein Problemfeld nur treffend zu bearbeiten. Ich bin definitiv so weit, ökologisch beurteilen zu können und damit auch katastrophenrelevante nachvollziehbare Lösungen parat zu halten und ich will, dass meine Kunstformate das wiedergeben. Umweltzerstörungen haben derartige Formen angenommen, dass die über Jahrzehnte immer wieder gestellten Fragen absurd und lächerlich erscheinen, weil man heute Antworten zu geben hat. Dabei meide ich bewusst das Thema vom Klimawandel, denn solange man dabei nur über klimatische Faktoren verhandelt, wird dieser Causa der Nimbus einer dilettantischen Theorie anhaften. Die Ökologie als Wissenschaft hat hunderte Faktoren, und viele davon haben höchst anthropogene Ursachen; nicht wie beim Klima, wo es ja noch die alles bestimmende Sonne gibt.

Ein Satz, den ich im März 1985 im Wiener Metropol beim Benefizkonzert von „Künstler für das Konrad Lorenz-Volksbegehren“ präsentiert habe, steht nun wieder im Mittelpunkt. Der Satz, „ …allzu lange haben wir geglaubt, unsere Umwelt sei grenzenlos. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass uns diese Grenzen von Tag zu Tag empfindlich näher rücken …“, sollte bei Menschen mit Eigenverantwortung das Gefühl von Gänsehaut erzeugen, denn in diesen 35 Jahren ist immer weiter zerstört, verbrannt und pseudoökologisch betrogen und gelogen worden. Die vielen neuen Etiketten verwiesen auf grün, die Fakten dahinter sind allesamt bewertungs-ökologisch abträglich negativ. Wenn ein von Steuergeld betriebenes führendes Wirtschaftsforschungsinstitut erst jüngst seinen Leiter in der TV-Pressestunde gleichsam als Lösungsansatz sagen lässt: „Umweltschädliche Produkte müssen teurer werden und umweltfreundliche billiger!“ dann muss ich zur Kenntnis nehmen, dass selbst natur-wissenschaftliche Objektivität diesem Unsinn nicht Einhalt gebieten wird können, weil ihre Positionen reziprok so gefestigt sind, wie ihre Argumentation falsch ist. Diese Wirtschaftler*innengruppe hat nicht erfasst, dass (1.) Produkt- und Verfahrensänderungen wiederum nur rein wirtschaftliche Maßnahmen darstellen, bei der der „Geldfluss“ weiter aufrecht erhalten oder sogar gesteigert werden will. Sie haben „keine“ Entsprechung oder Reparatur im Ökosystem selbst damit angedacht. (2.) Ich bin davon überzeugt, dass die gesamte Agentur, mit sicherlich dutzenden Mitarbeiter*innen, mit der Beantwortung der Frage nicht vertraut ist, welche Ausgleichsmaßnahmen als Kompensation im Ökosystem für ihre eigenen öffentlich bezahlten Löhne gesetzt werden, mit denen sie ja wohl beträchtliche Umweltschäden verursachen. Wenn sie schon zu dem Thema einen öffentlichen Diskurs führen, dann erwarte ich von einem renommierten Institut selbstredend eine solche interne Öko-Auseinandersetzung.

… „be activated by“ … ,  folgt nun dem „Umwelttraum und Wirklichkeit“ vom Juni 2020. Drei druckfrische Publikationen fordern nun mit Kunst zum Handeln auf! Zum einen wird mit „Umwelt3-tree“ noch intensiver die Abfallwirtschaft analysiert, als es 2019 ein Pamphlet zu „Donaudrama“ tat (Rote Wand, Künstlerhaus 1050). Als Zweites kommt aus Langzeitarbeiten im Feld ein Kurzfilm mit einem speziellen gellenden Ton, denn die vorgefertigte Meinung der Redaktion einer Klima Edition (NÖN 2020) sollte genau so durch Mark und Bein gehen. Und, (3.), werden Bilder gezeigt, zwei davon waren anlässlich eines Exposees zu einem Umweltwettbewerb (Helsinki Challenge 2020) als -.JPG Files angeschlossen, bei dem der Nobelpreis-Autor aus Japan, Masamichi Yamashita, und der Schweizer Bildhauer, Piero Maspoli, meine Co-Autoren waren. Das vorliegende Konzept enthält innovative und multifunktionelle Lösungen zur De-Carbonisierung, gegen das Artensterben und die Bodenversiegelung sowie eine Basis für ökologische Berufe und Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausstellung zeigt also drei Vorhöfe zur Umweltdämmerung, mein Projekt, dass die gespaltene Mentalität der Gesellschaft aufgreifen wird, die Umwelt und Ökologie trommelt, dabei jedoch eine Strategie sowie die Praxis verbrannter Erde betreibt.

Details

Beginn:
18. Februar | 8:00
Ende:
28. Februar | 17:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Produzentengalerie Wien
Marc Aurel Straße 10
Wien, 1010 Österreich
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Website:
www.produzentengalerie.wien
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