Parallel Vienna 2017 – 19. bis 24. September

Wolf Werdigier „Die Inszenierung des  Zufalls“

Begonnen hat dieses Ausstellungsprojekt mit der Idee, die Cut-Up Methode, wie sie von  William Burroughs in der Literatur angewendet wurde, in der Malerei  einzusetzen, im Bestreben, den Prozess des gedanklichen Assoziierens abzubilden. Es zeigte sich, dass dies möglich ist, indem jene zwei Bildelemente, die die miteinander assoziierten Gedanken abbilden, miteinander in Beziehung gebracht werden.

Hieraus kam der Anstoss, den Zufall programmatisch als Erweiterung der Malerei einzusetzen. Ein gemaltes Bild hat immer etwas Hermetisches an sich. Wenn es gelingt, im Ablauf der Malerei den Zufall einzubinden, ist es wie ein Akt der Befreiung. Für Marcel Duchamp war „der Zufall die einzige Möglichkeit, sich der Kontrolle des rationalen Denkens zu entziehen…
...sodass wir das auszudrücken im Stande sind, was einzigartig und zugleich irrational in uns ist.“ 

 

Nicht zuletzt sind auch jene Skizzen und Kritzeleien, die im Alltag nebenbei  entstehen, mehr Zufall, als Intention. Auch diese werden Teil der Ausstellung sein. Überraschende Zufälle werden sich auch während der Ausstellung für die Besucher ereignen: Anlass für weitere Skizzen, die ebenfalls an die Wände kommen.