AnaMaria Heigl

Wenn das Leben eine beständige Suche ist, so sind die Werke von AnaMaria Heigl verinnerlichte Dokumente dieser Reise.

Nicht das Offensichtliche steht im Vordergrund sondern das Unbekannte, das Unbewusste, das sich nur öffnet, wenn man erwartungslos, absichtslos und bedingungslos einen inneren Weg beschreitet, der keine Richtung vorgibt.

Die Gefahr der Verlusthaftigkeit ist immanent. Erst im Finden, vor allem dem absichtslosen Finden, lässt sich Neues entdecken und unbekannten Betrachtungen nachgehen. Das schließt nach außen gerichtete wie auch innere Prozesse, Gedanken, Erinnerungen und Wünsche mit ein und AnaMaria Heigl vermag es diese in poetischer, fast lyrischer Art und Weise künstlerisch umzusetzen.

Die Wahl der Medien folgt ihren Reflexionen und reicht von Fotografie über Bildobjekte bis hin zu Performance. Sie übernimmt, was ihren Vorstellungen und Ideen am besten entspricht, fühlt sich in vielen Gattungen beheimatet und bleibt doch eine Passantin in ihr selbst. Dieses „Dazwischen sein“ in ihren vielfältigen Welten, Blickweisen und Zeitformen zeichnet nicht nur sie, sondern auch ihre künstlerische Herangehensweise aus. In ihrem Werk ist dies eindringlich spürbar. Die Künstlerin hinterfragt immer aufs Neue das Verhältnis von Realität und Fiktion, von Wirklichkeit und Illusion, von Wahrnehmung und Reflexion und changiert, wie es Katerina Teresidi ausdrückt, zwischen „schwerer Sanftmut und konstanter Veränderlichkeit.“

© Mag. Silvia Müllegger Kunsthistorikerin

Website www.anamariaheigl.at