Der Ökologe und Künstler Bernhard Seidel betreibt einige Langzeit Studien, die es ihm ermöglichen, auch zu komplexen Themen wie dem Klimawandel oder dem Donauausbau sowie der Abfallwirtschaft Stellung zu beziehen. Er widmet sich gerade mit seinen neusten Werken wieder jener Aufklärung, die als Zugabe zu seinen Publikationen erforderlich erscheinen, weil einfach die Umsetzungen durch die Behörden insbesondere aber durch die Politik fehlen. In Tagen der Endzeit letzter Natur müssen auch die Kunst und ihre Konzepte über Ökologie und Umweltschutz probate Lösungen auf der Basis von Expertise bereit halten. Die Geduld für alberne Fragestellungen und Schnapsideen gehört in die Kategorie von “Vinissagen von Marken aus Rot- und Weißwein”. Seine Lösungen ermöglichen den Beginn innovativer und multifunktioneller Prozesse, die zuerst Licht in die komplexe und vielfältige Zerstörungsdynamik bringen, dann aber entsprechend achtsam den Weg zurück zur Mechanik der Biosphäre zeigen .
Jede vernünftige Strategie im Umweltschutz hat auch von Freude am Erfolg, von der Lust am Schönen des Erneuerbaren und von der Ektase des Wissens um die Regelkreise des Ökosystems auszugehen. Zu den ausgestellten Bildern, bei denen auch ein Beitrag des Nobelpreis-Erstautors und Freund Masamichi Yamashita aus Japan darunter ist, wird wie bei der letzten Ausstellung “UmweltTraum und Wirklichkeit“, 2020, auch ein Soundtrack präsentiert, der dieses Mal den Titel “Gellen” trägt.
Das ist eine Urform des Schrillens, des Schreiens als Klage und als Protest gedacht, für die Schafe die noch schlafend weiden, aber die sich umgehend zu wilden Wölfen entpuppen können, wenn das Gellen sie erreicht und der drohende Aderlass richtig verstanden werden kann und zu Taten motiviert. Zum dazu erforderlichen “Public Understanding of Science” bietet diese Ausstellung einschlägige Beispiele und Trigger!

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